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In der Jungschar sind Herausforderungen vielfältig

Jungschararbeit fordert uns doch immer wieder in den unterschiedlichsten Bereichen heraus. Dass die Altersspanne immer größer wird, macht die Arbeit an vielen Stellen nicht einfacher. Aber man ist mit Herzblut dabei und will den jungen Heranwachsenden das beste Programm bieten.

 

Wir beobachten immer mehr, dass Kinder zwischen 10 und 13 Jahren schon in den anfänglichen Zügen der Pubertät stecken. Ältere wollen nicht mit Jüngeren spielen, die Jüngere sind abgeschreckt von den Älteren, Jüngere trauen sich nicht zu zeigen, was sie können und Ältere langweilen sich oder fühlen sich unterfordert. Bei Wettkampfspielen gewinnen oft die Älteren, freie Gruppenbildung gestaltet sich schwierig, Liedwünsche verändern sich. Andachten müssen den veränderten Bedürfnissen der Altersgruppen gerecht werden und nicht selten muss man den inhaltlichen Spagat zwischen den jüngeren und den älteren Kindern finden. Es kann zu Spannungen kommen und Kinder fühlen sich im schlimmsten Fall unwohl. Wie gehen wir mit all diesen Herausforderungen um?

Folgende Herangehensweisen haben sich für uns in der Praxis bewährt:

  • Am aller wichtigsten ist es, die Teilnehmenden und ihre Interessen zu kennen, um in der Umsetzung darauf eingehen zu können.
  • Bei Andachten und Impulsen kann es helfen die Gruppe zu teilen, einen gemeinsamen Teil und Kleingruppen zu haben oder in der Andacht Bausteine für Jüngere und Ältere einzubauen. Eine gute Möglichkeit ist eine methodische Vielfalt in der Andacht: eine Geschichte erzählen, ein Bild oder ein Video zeigen, ein Anspiel, Interaktion mit den Kindern und untereinander, eine Gegenstandsandacht und vieles mehr…
  • Bei Spielen sollte auf Abwechslung geachtet werden. Hier hilft oft eine gute Mischung aus Wettkampfspielen, Kooperationsspiele, Spielen ohne Gewinner, Spiele für Ältere und Jüngere usw…
    Versucht außerdem in Teamspielen Aufgaben zu finden, die besonders für eine Altersgruppe sind, z.B. haben kleinere Kinder einen Vorteil beim Zeitungsspiel.
  • Gestaltet in regelmäßigen Abständen ein Specialprogramm: Dort teilt ihr die Gruppe in ältere und jüngere Teilnehmende ein und macht die gesamte Jungscharstunde über ein interessenspezifisches Programm für die Altersgruppe. In diese Gruppenstunde könntet ihr auch einen Jugendmitarbeiter einladen, um das Programm für die Größeren zu machen und einen leichteren Übergang in die Jugendgruppe zu gestalten.

CVJM Magazin Arbeit mit Kindern

 

Es gibt noch viele weitere Ideen und Ansätze, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Es gelingt uns nicht immer die Spannung zwischen Jung und Alt komplett aufzulösen, aber das ist auch nicht nötig. Kinder müssen lernen miteinander umzugehen, so lernen sie ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen. Es ist wichtig, diese Spannungen wahrzunehmen, zu begleiten und an den richtigen Stellen zu entspannen oder herauszufordernd.

 

Mit solchen und noch vielen anderen wichtigen Fragen beschäftigen wir uns im Kompetenzteam ProKids. Wenn du Lust hast mitzuarbeiten oder eigene Fragen einbringen möchtest, melde dich gern bei Micha (block@cvjm-bayern.de). Wenn du mehr über unsere Arbeit und Ergebnisse im Kompetenzteam erfahren möchtest, dann schau doch auf unserer Website vorbei: https://www.cvjm-bayern.de/website/de/cb/bereiche/kinder

 

Christina Sterzinger & Micha Block,
arbeiten für das Kompetenzteam ‚ProKids‘