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Begegnungsreise Bulgarien

vom 10.-17. Juni 2019

 

Am Abend des Pfingstmontags direkt nach der Pfingsttagung in Bobengrün machte sich eine kleine Reisegruppe, bestehend aus Mitarbeitern des CVJM Markt Erlbach, CVJM Bayreuth, Nürnberg, CVJM Bayern und CVJM Baden, für eine Woche auf nach Bulgarien, um die Partnerschaft, die seit vielen Jahren besteht, zu stärken.

 

Auf dem Programm standen in diesem Jahr ganz besonders – getreu unseres Jahresthemas - die Außenbeziehungen. So konnten wir nach einer Übernachtung in Sofia im Ort Dolna Banya Prof. Dr. Svilenov treffen – er erzählte uns bei einem ausgedehntem Mittagessen aus seinem Leben und von seiner Arbeit im Reich Gottes (Bibelverbreitung in Schulen, Autor vieler christlicher Bücher uvm.). Dies war sehr eindrücklich. Er selbst war auch schon im CVJM Bayreuth zu Besuch und wir pflegen die Kontakte zu ihm und der Bulgarienstiftung Ulm, die einfach eine tolle missionarische Arbeit leistet.

 

Begegnungsreise Bulgraien 2019

Nach diesem Zwischenstopp war Plovdiv unsere erste große Station. Plovdiv ist eine sehenswerte Stadt und in diesem Jahr sogar europäische Kulturhauptstadt. Der YMCA Plovdiv macht dort „klassische“ CVJM-Arbeit mit z.B. Sprach- und Computerkursen oder auch Sommerlagern vor allem für Kinder. Und der dortige CVJM-Sekretär Asen Fichev berichtete uns nicht nur über den YMCA, sondern führte uns mit seiner sympathischen Frau Pavlina auch durch die Stadt und zeigte uns ihre Schönheiten und interessanten Plätze.

 

 

Außerdem trafen wir in Plovdiv auch auf das „Jump-Team“ des CVJM Baden. Nach einer Begegnung bei einem gemeinsamen Abendessen machten wir uns mit ihnen am nächsten Tag auf den Weg in die Stadt und konnten ihre missionarisch motivierte Arbeitsweise kennenlernen. Vor allem die Kinder im Romaviertel der Stadt – dem größten Romaviertel auf dem Balkan - sind die Zielgruppe. Mitarbeiter einer Romagemeinde haben uns dabei begleitet. Wir waren sehr beeindruckt von ihrem lebendigen Glauben und ihrer Jesus-Liebe, mit der sie Licht in die schon etwas düsteren Verhältnisse tragen. Zweite Station war der YMCA Gabrovo, den wir nach einer Fahrt über den landschaftliche reizvollen Shipka-Pass besuchten.

 

Begegnungsreise Bulgraien 2019

 

Auch dort trafen wir wieder mit dem badischen Jump-Team zusammen und ließen wir uns von den dortigen Mitarbeitern über die CVJM- Arbeit informieren. Der CVJM hat ein beeindruckendes Haus, leistet aber kaum christlich missionarische Arbeit, sondern hauptsächlich Jugendsozialarbeit. Dennoch liegen ihnen die christlichen Werte sehr am Herzen. Von Gabrovo aus nahmen wir auch Emmanuel, ehemaliger „Jumpler“ und jetzt als Mitarbeiter im CVJM Baden in verschiedensten Bereichen, u.a. der Sportarbeit bekannt, mit auf unsere Tour. Er wird nun zu Hause über unsere Bulgarienarbeit in den verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen berichten, die er ja live sehen konnte.

 

Am Abend fuhren wir dann zu elft weiter nach Russe und von dort aus besuchten wir in den folgenden Tagen die Geschwister in Hotanza und Tsenovo. In Hotanza sind wir bayerischen CVJMer ja wohlbekannt und die Bürgermeisterin (Mitte zwischen Ursula und Brigitte und vor Emmanuel und mir), ebenso wie die Direktorin und einige Lehrerinnen der Schule empfingen uns zu einem Austausch, obwohl sie aktuell selbst Ferien haben. Die Arbeit in Tsenovo unterstützen wir noch nicht so lange, aber auch dort war die Begegnung intensiv. Spiele mit den Kindern und Jugendlichen und eine Einladung zum Mittagessen bei Marianna, der patenten und engagierten Gemeindeleiterin, hinterließen einen bleibenden Eindruck bei uns.

 

Einer der Höhepunkte auf dieser Reise war auch der Besuch des Roma-viertels in Russe. Krassimir nahm uns mit zu seiner wöchentlichen Kinderstunde, die in einem kleinen Privatwohnzimmer stattfindet.

 

Begegnungsreise Bulgraien 2019

 

Zu sehen, wie die Kinder – die zu einem großen Teil von den Großeltern betreut werden, weil die Eltern im europäischen Ausland arbeiten – der biblischen Geschichte, die Krassimir offensichtlich spannend erzählte (wir konnten es ja nicht verstehen, er sprach natürlich bulgarisch, aber sehen!!!) hat uns alle bewegt. Seine Liebe und Hingabe zu den Kindern war deutlich sichtbar und spürbar.

 

Der letzte Tag gehörte dann ganz Hotanza. Nach einem Festgottesdienst, mit einem begeisternden Kinder- bzw. Jugendchor und einer ermutigenden Predigt von Daniel Gass über die Freunde, die ihren kranken Freund zu Jesus bringen (Lukas 5, 17 - 25), wurde Gottfried, der uns auf der ganzen Reise begleitete und ständig als Übersetzer tätig war (alle Achtung, er ist 79!!) mit der Überreichung der Friedenstaube durch Lee Pheng (CVJM Markt Erlbach) geehrt. Nach einem Mittagsimbiss waren Spiele mit den Kindern und Gespräche im Garten rund um die Kirche angesagt, die bis in den späten Nachmittag andauerten.

 

Begegnungsreise Bulgraien 2019

Auch hier war die Liebe zu den Menschen, besonders den Kindern, von Krassimir und Penka ganz deutlich spürbar. Die Art und Weise, wie sie sich um sie kümmern und ihnen die Botschaft des Evangeliums weitersagen, kommt von Herzen und das war auch für uns zu erkennen. Die Partnerschaft des CVJM Bayern mit Bulgarien trägt dazu bei, dass Krassimir und Penka das weiterhin tun können und das ist jede Begegnung und jeden Cent wert, der in diese Arbeit fließt. 

 

Ursula Kurz und Bertram Unger

Fotos von Alexandra Scherf

 

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