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Impressionen einer Chinareise

China Reise 2019

Schon unser Vortreffen im Januar weckte Abenteuerlust und Vorfreude. Unsere drei Reiseleiter Michael Götz, Marcus Mühlnikel und Jaqueline Pohlig beantworteten alle unsere Fragen und erwiesen sich da schon als ein kompetentes Team.

 

Und das waren, in Kurzfassung, die Besonderheiten unserer Reise:

Reisegruppe: eine bunt gemischte Truppe von 22 – 77 Jahren, in China kamen immer wieder einzelne Personen dazu, ca. 30 Personen insgesamt.

Ganz besonders war diese  harmonische, altersübergreifende Gruppe, in der sich Alt und Jung bereicherten und viel persönlich kommuniziert wurde. Es wurde  viel gelacht, erzählt und miteinander sehr gutes Essen genossen.

Tägliche Andachten: am Morgen und am Abend, mit gemeinsamen Liedern und Gebeten aus einem Heft, das jeder vor der Reise bekommen hatte. An einem Fluss, auf einem Berg, in verschiedenen Parks, im Bus, im Hotel, im Innenhof – jeder Ort schenkte eine andere Atmosphäre.

Begegnungen mit chinesischen Christen: Beeindruckend war die Offenheit und Begeisterung, die wir bei Christen in China erlebt haben. Da gab es Kirchen am Sonntag, in denen 7 Gottesdienste, die jedes Mal voll waren, stattfanden. Die Leute standen Schlange, schon eine halbe Stunde vorher, um herein zu kommen. Am theologischen Seminar in Guangzhou führten wir intensive Gespräche mit den Studenten.  Welches Gottvertrauen, welcher Glaube steht dahinter, wenn sich eine junge Studentin für das Austeilen von Traktaten bespucken lässt – und es trotzdem weiter macht mit dem Argument: Jesus wurde auch bespuckt. Oder wenn ein Arzt seinen Beruf aufgibt und mit Familie und 2 kleinen Kindern nochmals zu studieren anfängt, weil er das als seine Berufung sieht.

Sehenswürdigkeiten: Diese sind alle sehr gut im Video von Michael unter „Reisen“ zusammengefasst  Mein persönliches Highlight waren die chinesische Mauer und die Reisterassen. Beides war mit körperlicher Anstrengung verbunden und wurde immer mit tollen Aussichten belohnt.

Andere Kultur: Viel Verkehr, viele Kontrollen, Überwachungskameras, Megastädte, XXL-Einkaufszentren, lange Wartezeiten bei Banken, Menschenmassen. Aber überraschend: Saubere Städte, viele Elektrofahrzeuge, so dass der Verkehr viel leiser als erwartet ist und keine Unfälle. Sehr volle U-Bahnen, aber alles läuft ruhig und geordnet.  Gestresste, hektische, schlecht gelaunte Menschen, Pöbeleien, Aggressionen – Fehlanzeige! Anerzogene Gelassenheit oder Selbstdisziplin? Der Umgang mit Einheimischen war jedenfalls angenehm und unkompliziert, wenn sie denn englisch sprachen!

Essen: Überall Straßenstände mit unterschiedlichsten Angeboten, günstig, exotisch, bekömmlich, von denen wir uns tagsüber bedienten. Unsere Restaurants (meist am Abend) waren gut ausgewählt und immer besonders. 10 – 12 Leuten sitzen jeweils  an einem  runden Tisch. Auf einer drehbaren Glasplatte werden nach und nach 15-20 Platten serviert, von denen sich jeder mit Stäbchen etwas auf seinen Teller nimmt. Vieles kannten wir nicht, sah auch exotisch aus, aber alles probierten wir und das meiste schmeckte gut bis fantastisch. Das Essen war jedes Mal eine ganz besondere Form der Gemeinschaft, die sich jeden Tag neu zusammensetzte.

Hotels: Fast alle mit sehr geräumigen Zimmern - die Größe der Zimmer zeigt den Standard vom Hotel - im Jugenddorf in Hongkong sehr einfach. Das Frühstück war teilweise chinesisch, meistens aber auch mit europäischen Speisen. Manchmal hat ein guter Kaffee gefehlt, Tee gab es dagegen immer. Am ungewöhnlichsten und am kältesten war das Hotel in den Reisterassen, das wir in der Dunkelheit nach einem halbstündigen Fußmarsch erreichten. Am feuchtesten und persönlichsten war unser Bauernhof-Hotel, wo wir im Hof zum Grillen saßen und die Hotel-Familie mit bei der Abendandacht dabei war.

 

China Reise 2019

 

Unsere Reiseleitung: war eine sehr gute Mischung vom Alter und einfach genial!

Michael, der erfahrene in Kontakten mit „offiziellen“ Chinesen, befreundet seit Jahren mit vielen YMCA-Kollegen, Organisationstalent, sehr gründlich und kreativ in der Vor- und Nachbereitung, einschließlich Reiseführer, PowerPointPräsentation als Reisevorbereitung, Fotozusammenstellung und Video als Nachbereitung. Toll, dieser Service!

Marcus,ein Jahr Lehrer in Wuhan, also auch erfahren in der chinesischen Kultur, Experte für die chinesische Geschichte, Gitarrist, der seine Gitarre notfalls für uns den ganzen Tag herumtrug und der uns sein Wuhan liebevoll und begeistert präsentierte.

Jaqua, eine 22-jährige Sinnologiestudentin, die als Jugendliche 6 Jahre in China gelebt hat, immer bereit für Einkäufe mit uns Frauen, Übersetzungshilfe, Essensberaterin, die „Frau“ für alles in China !

Und alle drei: Freundlich, hilfsbereit, immer entspannt und geduldig, gut gelaunt, auf jeden eingehend und sehr herzlich.

 

So gelang eine wunderbare Reise, die uns alle sicher nachhaltig geprägt hat und für die wir sehr dankbar sind.

Renate Hiery

 

Fotos und Eindrücke der Reise gibt es hier.